Leseliste, 5.8.2014

Die aktuelle Leseliste: Facebook-Referrer, der Homer Simpson Skandal, Social Media Forensik, Geldstrafe für Bloggen, Googles eigene Font und Musikproduktion ohne Budget

Der regnerische Sommer in Österreich würde einem eigentlich viel Zeit um Lesen lassen, aber die Herbst-Projekte werfen ihren langen Schatten voraus und mit Sommerurlaub wirds zunächst mal nichts. Hier aber trotzdem eine kurze Liste mit interessanten Artikeln der letzten Tage und Wochen.

Facebook ist mittlerweile für ein Viertel des gesamten Internet Traffics verantwortlich. Das behauptet zumindest dieser Artikel bei OnlineMarketing.de, der sich auf eine Statistik von Shareaholic bezieht. Das ist zwar in – mittlerweile leider typischer – Klickgeiler Internet-Manier nicht nur überzogen sondern falsch, da es in der Übersicht tatsächlich um Referrals und nicht um Traffic geht, interessant ist es aber dennoch. So tot ist Facebook also immer noch nicht.

Anton Priebe, OnlineMarketing.de: “Facebook-Referrals für ein Viertel des gesamten Traffics verantwortlich”
Danny Wong, Shareaholic: “YouTube, Google+ and LinkedIn Drive The Most Engaged Social Referral”

Recht schön zeigt ein Artikel bei BILDblog, wie Medien und Nachrichtenservices heute of unreflektiert und unüberprüft vermeintliche Nachrichten übernehmen und wie sich diese in weiterer Folge ausbreiten. Shocker: Der kanadische Premierminister folgt Homer Simpson immer noch auf Twitter!

Stefan Niggemeier, BILDblog: “Entfolgungswahn um Homer Simpson”

Ebenfalls um unreflektierte, aber vor allem unüberprüfte Nachrichten geht es in diesem Artikel bei De:Bug. Oft zunächst nicht überprüfbare Meldungen aus Social Media Channels sind mit einem gewissen Aufwand in weiterer Folge trotzdem belegbar – oder eben als falsch erkennbar. Trotzdem wird das fast nie gemacht. In diesem Fall geht es um Fotos und Videos aus dem Ukraine Konflikt.

Sascha Kösch, De:Bug: “Social Media Forensik”

Für eine negativen Blogeintrag zu einem italienischen Restaurant wurde eine französische Bloggerin zu einer Strafe von 2500 Euro verurteilt. Eindämmung von Rufmord oder Einschränkung von Meinungsfreiheit?

FAZ: “Geldstrafe für negative Restaurantkritik”

Google ist in vielen Tätigkeitsbereichen aktiv. Unter anderem wird in Mountain View auch eine eigene Schriftart entwickelt, die auf allen Plattformen und Devices für ein einheitliches Aussehen sorgen soll.

Cliff Kuang, Wired: “How Google’s New Font Tries to Anticipate the Future”

Und zuletzt noch ein interessantes Interview bei Electronic Beats mit dem jungen Produzenten Palms Trax, der sich darüber mokiert, dass Musiktechnikmedien vor allem über sündteure Setups erfolgreicher Produzenten berichten, während der Großteil der aktiven Producer über wenig Budget verfügt. Außerdem ist er der Meinung, dass ein Notebook eigentlich ausreicht um gute Musik zu machen.

Mark Smith, Electronic Beats: “Palms Trax – “I can’t even afford bed linen, let alone a 909”